fit im alter

Bis zum Jahr 2020 werden mehr als ein Drittel aller Erwerbstätigen älter als 50 Jahre sein, 2050 wird der Anteil der Deutschen, die älter als 60 Jahre sind, auf stolze 40 Prozent steigen. Da wird es für jeden einzelnen umso wichtiger, seine Selbstständigkeit zu erhalten. Und hierbei hilft kaum etwas so gut, wie regelmäßig Sport zu treiben – am besten sowohl Kraftsport im Fitness-Studio als auch Ausdauersport. Und das beste: Muskeln lassen sich in jedem Alter trainieren. Es bringt immer etwas, mehr als nichts zu tun.

Warum ist Krafttraining so wichtig?

Bereits ab dem 30. Lebensjahr verringert sich die Maximalkraft um etwa 10 Prozent pro Jahr, Ab dem 50. Lebensjahr geht es dann richtig den Bach runter, 15 bis 30 Prozent weniger (ab dem 70. Lebensjahr) sind keine Seltenheit. Einhergehend mit dem Kraftverlust ist auch eine verminderte Koordination. Das Risiko zu stürzen nimmt permanent zu.

Muskelaufbau-Training

Es gibt nun aber einige gute Nachrichten: Mit Muskelaufbau-Training lässt sich dieser Prozess nicht nur stoppen sondern bis etwa zum 70. Lebensjahr sogar umkehren. In klaren Worten: Bis ich 70 bin, kann ich immer stärker werden – und danach den Abbau der Maximalkraft deutlich abbremsen. Ebenfalls gut zu wissen: Untersuchungen haben gezeigt, dass Muskelaufbautraining auch bei sehr alten Menschen (90 Jahre und älter) noch funktioniert- so gut, dass einige Studienteilnehmer sich danach sogar wieder ohne Gehhilfe fortbewegen konnten. Zudem ergaben Studien, dass 2- bis 3-maliges wöchentliches Krafttraining (jeweils 20 bis 30 Minuten), positive Effekte auf Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Osteoporose und sogar Krebs hat.

Mobilität im Alltag - der Mix macht’s

Dabei sollten nicht nur isolierte Kraftübungen zum Einsatz kommen. Für die Sicherung der Mobilität im Alltag eignen sich Kombinationen aus Balance- Stabilitäts- und Kraftübungen am besten. Kommen dann noch leichte Ausdauereinheiten, wie Walken, Laufen und Radfahren dazu, steht dem gesunden Altern nicht im Wege. Bevor es aber nun ans Hantelstemmen geht, empfiehlt es sich dringend, vorher kurz beim Hausarzt vorbeizuschauen und sich grünes Licht für die sportlichen Aktivitäten zu holen.

Es ist nie zu spät mit dem Sport anzufangen.